Der Interreligiöse Think-Tank begrüsst die Idee, Imame in der Schweiz auszubilden Eine im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft» (NFP 58) durchgeführte Studie von Forschenden der Universität Zürich, deren Ergebnisse am 21. Juli 2009 den Medien vorgestellt wurden, zeigt, dass islamische Gemeinschaften, Behörden und Hochschulen der Idee, Imame an Schweizer Hochschulen auszubilden, mehrheitlich positiv gegenüberstehen.
Viele in der Schweiz tätige Imame sind für ihre Aufgaben ungenügend gerüstet. Dies wurde schon seit Langem von muslimischen und nicht-muslimischen ExponentInnen aufgezeigt. Die Studie bestätigt nun diese Sicht. Mangelnde Sprachkenntnisse, fehlendes Hintergrundwissen über die sozialen und politischen Rahmenbedingungen in der Schweiz und ungenügende Sensibilität für interreligiöse und geschlechterspezifische Fragestellungen – das sind einige Gründe, weshalb viele MuslimInnen hier zu Lande mit den Imamen unzufrieden sind.
Eine Hochschulausbildung für Imame – männliche und weibliche! – in der Schweiz würde helfen, diesen Defiziten entgegenzuwirken. Dies kommt sowohl der muslimischen wie auch der nicht-muslimischen Bevölkerung in der Schweiz zu Gute.
© Interreligiöser Think-Tank, 27. Juli 2009 / Stellungnahme zur Imamausbildung – als PDF.